Friedsam und menschlich seit 75 Jahren

Das ist das, was die Deutschen aus der Geschichte gelernt haben.

Geschichte ist Geschichte. Die Deutschen brauchen weder einen Moralapostel noch einen Diktator, der Salz in alte Wunden streut, die deutsche Identität schädigt und das deutsche Volk spaltet.

 

„Die Befreiung, die wir in Deutschland wirklich brauchen, ist eine Befreiung von dieser penetranten Bevormundung.“

Björn Höcke:

In seiner Rede zum 8. Mai 2020 sprach Frank-Walter Steinmeier davon, daß wir Deutschen uns heute selbst befreien müßten: »Von der Faszination des Autoritären« und letztlich von der »Demokratieverachtung«. Die Notwendigkeit einer solchen Selbstbefreiung ist heute aktueller denn je. Unsere Verfassung sieht eine Gewaltenteilung vor, die eigentlich eine zu große Machtkonzentration verhindern sollte. Doch längst kontrollieren sich die dafür geschaffenen Institutionen nicht mehr gegenseitig, denn sie sind durchsetzt mit Entscheidungsträgern, die ihre Karrieren Parteien verdanken – und sich deswegen in erster Linie auch diesen Parteien verpflichtet fühlen. Hier täte die Unterstützung durch einen wirklich unabhängigen und kritischen Bundespräsidenten not, der genau dieses Problem erkennt und benennt. Ein wachsamer Bundespräsident, der als Korrektiv auf die Tendenzen wirkt, die Institutionen zu vereinnahmen. Der offen widerspricht, wenn die Regierung geltendes Recht bricht oder wenn die Kanzlerin versucht, Einfluß auf die Regierungsbildung in den Ländern zu nehmen.
Aber Frank-Walter Steinmeier ist selbst ein Günstling des nun 15 Jahre währenden Systems Merkel.

Anstatt also an der Selbstbefreiung mitzuwirken, ermahnt Frank-Walter Steinmeier lieber seine Untertanen und schreibt ihnen vor, was sie zu empfinden haben. Wenn er vom »Tag der Befreiung« spricht, geht es längst nicht mehr darum, was jeder einzelne dabei empfunden hat, der die Zeit überlebt hat. »Ja, der 8. Mai 1945 war ein Tag der Befreiung. Aber er war es noch lange nicht in den Köpfen und Herzen der Menschen.« Beispielsweise bei den Menschen, die noch nach Kriegsende Angehörige verloren haben oder selbst Opfer von Vertreibung, Gefangenschaft, Folter oder Vergewaltigung waren. Denn mit dem 8. Mai 1945 hatte das Sterben in Deutschland noch kein Ende. Genau diese Opfer ignoriert Frank-Walter Steinmeier, wenn er einseitig von einer »Befreiung« spricht. »Nein, nicht das Erinnern ist eine Last – das Nichterinnern wird zur Last…« (1)

Erinnerung und Verantwortung sollte jeder Mensch mit sich selbst ausmachen dürfen. Wenn eine Obrigkeit das von jedem einzelnen einfordert, ist das keine echte Aufarbeitung mehr, sondern eine moralische Erpressung. Und nur darauf bezieht sich die Forderung nach einem »Schlussstrich«. In einer seltsamen, zutiefst manipulativen Logik unterstellt Frank-Walter Steinmeier all jenen, die sich weigern, die vorgeschriebene Deutung der Obrigkeit anzunehmen, daß sie Demokratiefeinde seien. Wörtlich: »Wer das nicht erträgt […] der entwertet auch all das Gute, das wir seither errungen haben – der verleugnet sogar den Wesenskern unserer Demokratie.« Nur wer gehorsam ist, ist in Augen der Obrigkeit ein guter »Demokrat«.

Frank-Walter Steinmeier behauptet: »Man kann dieses Land nur mit gebrochenem Herzen lieben«. Auch das ist eigentlich etwas, das jeder Mensch mit sich selbst, seinem Werteempfinden und seinem Gewissen ausmachen muß und nichts, das ein Bundespräsident festlegt und vorschreibt. Mit dieser Form staatlich verordneter »Erinnerungs«kultur sollen gebrochene Menschen geschaffen werden, die komplexbeladen und unerlöst (»Es gibt keine Erlösung von unserer Geschichte«, so Steinmeier) und stets um Vergebung bettelnd ihre Erbsünde mit sich durchs Leben schleppen.

Die Befreiung, die wir in Deutschland wirklich brauchen, ist eine Befreiung von dieser penetranten Bevormundung. Die Überwindung der alten Feindschaften ist seit Generationen bereits im Gang. Die Versöhnung findet statt, dort, wo die moralischen Appelle verstummt sind.

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(1) Nicht um »aufzurechnen«, sondern um die Ausmaße des Geschehens zu vergegenwärtigen, muß in diesem Zusammenhang daran erinnert werden, daß von den geschätzten 11,2 Mio. deutschen Opfern des Zweiten Weltkriegs und danach allein etwa 5,7 Mio. zwischen Oktober 1946 und September 1950 in den vier Besatzungszonen Deutschlands starben. Hinzu kommen weitere weitere 2,8 Mio. zivile Opfer von Flucht und Deportation.

http://www.professor-bellinger-berlin.de/hist_ma3.html

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